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DECT: 7787


Talks

Wir sprechen heute noch Deutsch.

Video/ german with english subtitles/ 16:00 min/ Clara Winter & Miguel Ferráez/ Deutschland 2019

And we still speak german today.
Based on recordings made troughout the mandatory integratation course “Living in Germany”,the project contrasts the transmitted values and jokes of the lessons with the scenery that dominates the image of Germany abroad.

Basierend auf Aufnahmen aus dem Integrationskurs „Leben in Deutschland“, kontrastiert das Projekt dessen vermittelte Werte und Witze, mit der Szenerie, die im Ausland das Bild Deutschlands dominiert.

100.000 hats

A young generation looking for something real and for theirselves. 16mm celluloid hitchhiking film.

German:
Aufbruchsstimmung. Eine junge Generation auf der Suche nach etwas Echtem und auf der Suche nach sich selbst. Wie auch damals die 68er Generation.
Doch jetzt steht der Wunsch Auszubrechen im Spannungsverhältnis mit Erwartungen nach Spontanität und Flexibilität, als gewünschte Fähigkeiten einer neoliberalen Arbeitswelt. Drei Filmstudenten trampen mit leichtem Gepäck und 16mm Arriflex Kamera ans Mittelmeer, um dort einen Film zu drehen.

Narrative von glücklichen Selbstfindungsreisen bestimmen unsere Bild- und Gefühlswelt. In dieser Suche nach etwas "Echten" zeigt sich ein Streben danach, solche Bilder und Gefühlswelten zu reproduzieren. Die Suche nach sich selbst wird zum Versuch, sich ein Narrativ mit möglichst großen Erfolgschancen zu erzeugen. Die Menschen und ihre Erfahrungen werden dabei selbst zur Ware.

Die in diesen Narrativen erzeugten Atmospären und Bilder treffen immer wieder auf Momente des Scheiterns. Das 16mm Filmmaterial trifft zusammen mit digitalen Aufnahmen von handheld Kamera und Smartphone und bewegt sich zwischen den Möglichkeiten dieser verschiedenen Produktionsmittel, "echte" Momente festzuhalten.

In einem selbstironisch, performativen Ansatz begeben sich die drei Filmstudenten selbst vor die Kamera. Sie folgen dem jungen Reisefilm-Narrativ und stellen sich selbst diesen Erwartungen. Die Spannung zwischen Erfahrungen und Bildproduktion offenbart die Fragilität dieser Subjekte und des Narrativs, dem sie folgen.